Was Hänschen nicht lernt ...
Lehren und Lernen in Klagenfurts Schulen anno dazumal



Diese Wechselausstellung stellt die virtuelle Version einer Ausstellung dar, die im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Historische Pädagogik und Schulgeschichte (ÖGHPS) - Schulmuseum Klagenfurt von Mag. Brigitte Strasser konzipiert und realisiert und am 24. Oktober 2005 in den Räumen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Mode (HLW), Fromillerstraße 15, Klagenfurt, eröffnet wurde. Zu diesem Anlass wurde von Elmar Lechner, z. Zt. Präsident der ÖGHPS, das nachstehend wiedergegebene, den Stil und das Ziel der Ausstellung behandelnde Gedicht vorgetragen:

Ich frage erstmal, wenn's beliebt,
wofür es ein Museum gibt.
Natürlich mein' ich heut' und hier
nicht eines, das für Wein und Bier
gebaut ist und besuchet wird -
so was ab vom Weg uns führt.
Ich meine ein's, das demonstriert,
wie früher man gelernt, studiert,
was alles auf dem Lehrplan stand,
was taten Herz und Hirn und Hand.
Die Red' ist nicht vom Dorotheum,
sondern von dem Schulmuseum.
Sein Sinn und Ziel - da bin ich sicher
und kümm're mich nicht um Gekicher -
ist's, zu zeigen, wie die Schul'
früher war, ob heiß, ob cool,
wie die Schüler lachten, weinten,
wie die Lehrer lobten, greinten.

Zu fragen ich verpflichtet bin,
was davon ist der tief're Sinn,
wenn man also rückwärts blickt,
nicht nur vom Heute ist entzückt.
Meine Antwort, das ist die:
Verstehen wird der Mensch es nie,
wer er ist und was er tut,
wenn ihm dazu fehlt der Mut,
zu vergleichen das, was ist,
mit dem, was einst gewesen ist.
Denn erst im Lichte der Geschichte
zeigt es sich, ob wir nur Wichte
oder aber Riesen sind
(was einzuseh'n von Greis und Kind).
So gesehen, kann man sagen
oder die Behauptung wagen,
dass der Vergleich erst dazu führt,
dass man sieht und fühlt und spürt,
dass sich verändert hat die Welt,
deshalb man's auch für möglich hält,
dass sie dies auch in Zukunft tut,
infolge dessen man mit Mut
sich bemühen kann und soll,
sodass man nach uns sagt, wie toll
die Welt sich weiter hat bewegt,
wobei man Wert auch darauf legt,
klarzustellen, dass dies auch
für d' Schul gilt nach diesem Brauch.

Soviel, wenn auch recht gewagt,
sei zur Theorie gesagt.
Damit ist genug getan -
Seh'n wir uns die Praxis an!
Diesbezüglich sag' ich nur:
In diese Richtung führt die Spur
zu dem, was wir zu bieten haben,
was wir zu präsentieren wagen.
Doch vorher sei das Wort erteilt
einer, die sich hat beeilt,
Vitrinen, Wände zu bestücken,
was ihr zweifellos tat glücken.
Brigitte Strasser ist ihr Namen,
den Inhalt hat sie und den Rahmen
der Ausstellung organisiert,
wofür ihr unser Dank gebührt.
Ihres Werk's - Ihr ahnt es schon -
war Lehrer Lämpel Schutzpatron.

Angemerkt sei schließlich, dass ein (formal recht anspruchsloser) Ausstellungskatalog in der Publikation "Brigitte Strasser: Was Hänschen nicht lernt … Lehren und Lernen in Klagenfurts Schulen anno dazumal, Ausstellungsdokumentation" (Retrospektiven in Sachen Bildung, R. 9: Zum Thema Schulmuseum, Nr. 7), 69 S., Klagenfurt 2005, vorliegt.

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